Abseits

Hilfe für Tier & Mensch e.V.

Abseits Tierhilfe e.V.

NEWS

Viel Aufregung um Podenco-Mischling Gin!
Mehr darüber...

NEUES von Anka, der 8,5-jährigen Schäferhündin.
Mehr darüber...

ABSEITS e.V. war am 23.11.2010 im Fernsehen!
Mehr darüber...

Ein Hund vom Züchter oder lieber aus dem Tierheim?
Mehr darüber...

Interessante Buchtipps für Menschen, die ihren Hund nicht 08/15 erziehen möchten!
Mehr darüber...

ABSEITS-Aktion „Weihnachten aus dem Schuhkarton“ – ein voller Erfolg für Mensch & Tier!
Mehr darüber...

Pilotprojekt ABSEITS:

ARD-Themenwoche Ehrenamt

Ehrenamt steht im Fokus der ARD-Themenwoche vom 10. bis zum 16. Mai 2009. Die Intranet-Redaktion stellt Kolleginnen und Kollegen vor, die sich selbst ehrenamtlich engagieren. Lesen Sie heute ein Porträt über Marianne Luge, die in Freiburg das Pilotprojekt „Abseits – Hilfe für Tier und Mensch e.V.“ gegründet hat. Sie kümmert sich zusammen mit ihren Kollegen hierbei vor allem um die Tiere von Obdachlosen und Drogenabhängigen und bekommt so auch Zugang zu den meist isoliert lebenden Menschen.

Abseits e.V. hilft  vordergründig den Tieren, zumeist Hunden in der Drogen- und Obdachlosenszene in Freiburg. Der Verein hat dadurch auch Zugang zu den Menschen am Rande der Gesellschaft. Abseits e.V.  hilft manchem gestrandeten Menschen neue Impulse zu geben und ist deswegen inzwischen zum etwas anderen Tierschutz geworden, der in engem Kontakt mit verschiedenen Sozialstationen steht.

Der Verein als solide Basis
Das Ziel des Vereins ist es, Misshandlung oder Vernachlässigung von Tieren zu verhindern oder einzudämmen. Damit verbunden ist, die Menschen in der Obdachlosen- und Drogenszene zu erreichen und ihnen bei der artgerechten Haltung und Versorgung der Tiere mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. „Das Engagement ist vor allem durch den persönlichen Kontakt zu den Menschen geprägt, die Missionierung wenig schätzen“, erklärt Marianne Luge die tägliche und schwierige Ausgangssituation. „Ein erhobener Zeigefinger ist ebenso wenig angebracht, wie der naive Glauben, mit Eifer alles verändern zu können. Man muss ‚authentisch’ und wesensfest sein, sonst findet man keinen Zugang zu diesen Menschen“, weiß sie aus Erfahrung. Der Verein übernimmt bei mittellosen Tierbesitzern die Impf- und Kastrationskosten, beziehungsweise andere ärztliche Behandlungskosten. „Außerdem entwurmen und entflohen wir regelmäßig. Wenn ein Drogenabhängiger in die Entgiftung geht, nehmen wir den Hund in Pflege oder vermitteln Pflegestellen“, ergänzt Luge das Spektrum der Unterstützung.

Erfolg braucht langem Atem
„Seit 2 Jahren sind wir aktiv und versuchen vor allem durch positiven Kontakt Hilfestellung zu bieten“, sagt Marianne Luge. Zusammen mit ihrem Mann Tom, ihrer Freundin Ellinor Gräfin von Rohde, der Grafikdesignerin Sabine Klimek  sowie dem Unternehmer Albrecht Strickler führt sie den Verein. Mittlerweile wenden sich viele Mittellose an sie oder ihre Mitarbeiter, wenn die Tiere medizinisch versorgt werden müssen oder kastriert werden sollen. Um diese Leistungen zu erbringen, arbeitet der Verein mit vielen Tierärzten zusammen. Dabei ist der Verein auf den finanziellen Rückhalt von Spendern und Sponsoren angewiesen.

Unmittelbarer Kontakt ist unverzichtbar
„Ohne die Mitarbeit aus der Szene wäre unserem Projekt weitaus weniger Erfolg beschieden. Wir investieren viel Zeit in die Kontaktpflege und schauen regelmäßig an den bekannten Plätzen  in der Innenstadt nach dem Rechten.“ Ein weiterer Fächer des Engagements: Die Obdachlosenbetreuung. Diese besitzt vor allem in den kälteren Monaten eine hohe Dringlichkeit. Ein Beispiel: Vorausschauend hatte Abseits e.V.  im letzten Jahr 22 winterfeste Schlafsäcke gekauft und bereits im September verteilt, denn nicht jede Unterkunft für Obdachlose in Freiburg akzeptiert Tiere. Also übernachten einige Hundebesitzer mit ihren Tieren im Freien.

Nachwuchs gesucht
„Die meisten Menschen haben Probleme mit Randgruppen. Man muss seinen Blickwinkel erweitern, das sozial verkümmerte Verhalten vor allem der Drogensüchtigen wertfrei annehmen und immer wieder neu ansetzen. Auch muss man gewisse Regeln einführen, Grenzen setzen und auf keinen Fall eine Art Servicestation anbieten. Hilfe zur Selbsthilfe ist das Thema. Es ist ein Balance-Akt zwischen Freundschaft und Abgrenzung. Menschen, die sich eine solche Aufgabe zutrauen, sind bei Abseits e.V. herzlich willkommen.“

Schwierige Finanzierung des Vereins
Die Finanzierung des Vereins gestaltet sich schwierig, denn der Verein hat nicht viele Mitglieder. Zum einen sind es Spenden, zum anderen ist es das Geld aus Tiervermittlungen , das für Tierarztkosten, Futtermittel und einiges mehr verwendet wird. Die Pflegeplätze, mit denen Abseits e.V. zusammen arbeitet, finanzieren das Futtergeld für den vierbeinigen „Gast“ selbst. Diese Pflegestellen leisten wunderbare Arbeit, denn hier werden in Not geratene Tiere bis zu ihrer Vermittlung in ein gutes Zuhause liebevoll betreut.