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Liebe Freunde des Tierschutzvereins Abseits – Hilfe für Tier und Mensch e.V.,
Sie fragen sich vielleicht, warum es auf unserer Homepage länger keine neuen Berichte gab.
Dabei geht es gerade drunter und drüber. Da fehlt manchmal einfach die Zeit zu schreiben. Abseits e.V. hat zwei dubiose Geschichten aufgedeckt.
Sowohl das Veterinäramt Emmendingen als auch das Veterinäramt Lörrach sind tätig.
Bei einem Fall in Riegel handelt es sich um die illegale Einfuhr einer sehr kranken Hündin. Saphira kam mit einem Transport aus Spanien und wurde ohne Platzkontrolle an den Obdachlosen Markus für € 120,- vermittelt wurde. Die dreijährige Husky-Mischlingshündin hat eine schwere Gebärmutter-Entzündung.
Ein „Tierschutzverein“ hatte die Hündin eingeführt und versprochen für die Behandlungskosten aufzukommen. Doch tagelang wurde Markus vertröstet, bis sich herausstellte, dass der Verein gar kein Geld für die Behandlung beim Tierarzt hat.
Voller Verzweiflung rief Markus bei Abseits e.V. an. Wir handelten unverzüglich, weil Saphira inzwischen hohes Fieber hatte. Sie wurde am Sonntag als Notfall in die Tierklinik Dr. Frank eingeliefert.
Auf Abseits e.V. kommen nun hohe Kosten zu. Die Hündin hat Giardien, innere Milben, es musste ein Südkrankheiten-Check gemacht werden und ein großes Blutbild. Die Gebärmutterentzündung wurde mit einem starken Antibiotikum behandelt, das aber nicht anschlug. Darum steht auch noch eine Sterilisation an.
Abseits e.V. hat nun erfahren, dass insgesamt 20 Hunde mit diesem Transport von Spanien nach Riegel kamen. Was mit den anderen Hunden passiert ist, wissen wir leider nicht. Das Veterinäramt Emmendingen kümmert sich darum.
Beim zweiten Fall handelt es sich ebenfalls um illegalen Tierhandel. Eine Privatperson aus Steinen bei Lörrach vermittelte vor drei Wochen eine 17 Monate alte Mischlingshündin, ebenfalls aus Spanien, an Marko, der auf der Straße lebt. Marko meldete sich auf eine Anzeige in der Freiburger Zypresse. Die Hündin wurde kurz und bündig über Handy vermittelt. Es wurde nach nichts gefragt. Der Preis betrug € 300,-, für eine unkastrierte Hündin eine stolze Summe.
Schon am nächsten Tag fand die Übergabe auf einem Parkplatz in Weil am Rhein statt. Da es Ende des Monats war, konnte Marko nur € 50,- anzahlen. Die Dame drückte ihm einen handgeschriebenen Zettel mit Angabe ihrer Bankverbindung in die Hand und behielt seinen Personalausweis bis zur vollständigen Bezahlung ein. Anfang Dezember überwies Marko die Restsumme von € 250,- und prompt wurden ihm sein Ausweis und ein gefälschter Impfpass per Post zugeschickt. Hündin Sandy ist zwar sehr abgemagert aber soweit gesund. Leider versteht sie sich überhaupt nicht mit Artgenossen. Und mit denen kommt Sandy, wenn sie mit Markus in der Freiburger Innenstadt unterwegs ist, oft in Kontakt.
Ab Januar nächsten Jahres wird sie zusammen mit Marko die Hundeschule Kern besuchen, um ein paar Unarten abzulegen.
Saphira und Sandy haben Glück im Unglück. Sowohl Markus als auch Marko gehen fürsorglich mit den beiden Hündinnen um. Das ist aber reiner Zufall. Es kann auch ganz anders sein. Abseits e.V. kennt in der Obdachlosenszene auch Menschen, die schlecht mit ihren Hunden umgehen.
Wir hoffen, dass die Hunde aus Spanien, die bei diesem dubiosen Tierschutzverein in Riegel gelandet sind, nicht vom Regen in die Traufe kommen. Dieser blinde Aktionismus und die mangelnde Sachkenntnis der Menschen, die sich für Tierschützer halten und letztendlich nichts anderes als Tierhändler sind, empört Abseits e.V. aufs Äußerste. Und dass diese Leute jetzt sogar noch mit den Ärmsten der Armen Geschäfte machen wollen, ist absolut ärgerlich und für unseren kleinen Verein sehr kostenintensiv. Dabei gibt es in der Szene schon genug zu kämpfen.